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Geschichte der Lebensversicherung
Die frühesten Formen der Lebensversicherung waren Begräbnisvereine. Diese gab es bereits in der griechischen und römischen Antike. Man kannte bereits Beitragszahlungen von Mitgliedern, die nach dem Tod eines Mitglieds ausgezahlt wurden. Im Mittelalter waren die Mitglieder der Handwerkszünfte und Gilden gegen Tod, Krankheit und Invalidität abgesichert.
Ein weiterer Vorläufer der heutigen Lebensversicherung ist das tontinische Rentensystem (Tontine), das von dem Italiener Lorenzo Tonti (1630-1695) begründet und nach ihm benannt wurde. Es hatte einen Lotteriecharakter, wobei das von einer Vielzahl von Personen eingelegte Kapital und die hieraus erzielten Zinsen nach einer gewissen Zeit an die Überlebenden ausgezahlt wurden. Die erste Lebensversicherung Deutschlands, der Gothaer Lebensversicherungsbank, wurde 1827 gegründet.
